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851-0101-03L 3 Credits DS , MSC D-GESS

Theories of Normativity

Theorien der Normativität

Lecturers & Examiners: Prof. em. Dr. Lutz Wingert
VVZ CR n/a

Last Updated: 2026-02-05 15:24:19

Abstract

"Normativity" means "having benchmark status, according to which something is right or wrong, good or bad, allowed or forbidden, adequate or inadequate, etc." Where does this status come from? Is it due to social conventions, evolution, power, or to insight? Ultimately, to what extent can the standards of morals and law be justified?

Objective

Students will be able to make a more sophisticated use of normative language with its expressions of „ought“, „right“, bad, „entitled“, „malfunctioning“. They will be familiar with important theories of normativity within Western philosophy of morality and law. And they will be able to assess more accurately conceptions of the development, function, and authority of moral and legal standards.

Content

Überall in der sozialen Welt ist davon die Rede. In Internetforen und Zeitungsredaktionen, in Seminarräumen und auf Büroetagen, in der Familie und in der Politik: Was getan werden darf und was unterlassen werden soll, was gut und was schlecht, was empfehlenswert, bewunderungswürdig oder verachtenswert ist. Die Stadt Zürich soll kein Komasaufen von Jugendlichen auf der Blatterwiese am Zürichhorn zulassen. Die Investmenbanker dürfen nicht das Risiko ihrer Derivatgeschäfte auf den Staat abwälzen. Es ist schlecht, dass Einträge in facebook nicht gelöscht werden. Es ist empfehlenswert, auch Pausen vom Arbeiten einzulegen. Mit Wörtern wie „sollen“, „dürfen“, „gut“, „schlecht“, „gerecht“, empfehlenswert“,“ schön“ drücken wir Bewertungen, Aufforderungen, Vorschriften, Empfehlungen usw. aus. All diesen Dingen ist gemeinsam, dass sie etwas Normatives sind. "Normativität" bedeutet in grober Annäherung so viel wie "den Status eines Maßstabes haben, gemessen an dem etwas richtig oder falsch, geboten oder verboten, gut oder schlecht, zulässig oder unzulässig, angemessen oder unangemessen usw. ist". Wodurch hat etwas diesen Status? Durch Konvention? Durch seine Evolution? Durch seine funktionale Existenz? Durch gewaltgestützte Macht? Diese Frage nach dem Status des Normativen ist eines der Hauptthemen von Theorien der Normativität. Eine andere wichtige Frage kommt bisweilen in Reaktion auf diese Maßstäbe auf: Was ist eigentlich die Rechtfertigung dafür, dass solche Maßstäbe angelegt werden? Wie (weit) lassen sich solche Maßstäbe begründen? Der Kurs wird sich unter anderem mit verschiedenen Formen der Normativität, mit der Frage ihres Status und Genese sowie der Begründung von Maßstäben für Recht und Moral befassen.

Resources

Literature

Preparatory Literature: - Peter Railton, Normative Force and Normative Freedom: Hume and Kant, but not Hume versus Kant, in: Jonathan Dancy (ed.), Normativity, Oxford: Blackwell 2000, S. 1-21. - Peter Stemmer, Normativität, Berlin: de Gruyter 2008, § 1, S. 1-13. - Ernst Tugendhat, Vorlesungen über Ethik, Frankfurt/M.: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1993, S. 49-64.

General Information

Language
German
Levels
DS , MSC

Examination

Type
graded semester performance

Course Components

Type Title Time & Place Hours
lecture with exercise Theorien der Normativität
  • Wed 18:15-20:00 (HG E 33.1)
2 h weekly

Offered In