VVZ API is not affiliated with ETH Zurich. Data might be outdated or incorrect. Please view the official ETHZ Vorlesungsverzeichnis for binding information.
Abstract
Thematisierung der zivil-militärischen Beziehungen und der demokratischen Kontrolle von Streitkräften. Aufzeigen der Veränderungen europäischer Streitkräftestrukturen (Technisierung, gesellschaftliche und geostrategische Veränderungen). Betrachtung der Milizfähigkeit von Gesellschaft und Militär in der Schweiz.
Objective
• Die Entwicklung der Wehrstrukturen in Europa aufgrund gesellschaftlicher, technologischer, ökonomischer und geostrategischer Veränderungen kennen und die damit verbundenen Folgen nennen können; • die Vor- und Nachteile verschiedener Wehrsysteme aufzeigen können; • die Grundprinzipien der demokratischen Kontrolle von Streitkräften kennen; • die Begriffe Wehrpflicht und Miliz definieren können und auch die in der Bundesverfassung dazu genannten Artikel kennen; • die Milizfähigkeit der Schweizer Armee aufgrund technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen kritisch hinterfragen können; • die drei unterschiedlichen Zusammenarbeitsformen in internationalen militärischen Einsätzen beschreiben können; • forschungstechnische Fragen anhand eigener Forschungsresultate / bzw. -projekte der Dozentur Militärsoziologie diskutieren.
Content
Die Vorlesung "Militärsoziologie II" beschäftigt sich eingehend mit der Frage, warum sich Gesellschaften gegen äussere Bedrohungen verteidigen. Die Vorlesung analysiert die "alten" und "neuen" Kriege, zeigt das zivil-militärische Spannungsverhältnis auf und untersucht den Einfluss der zivil-demokratischen Kontrolle von Streitkräften. Zudem gibt sie einen Überblick über die aktuellen Transformationen europäischer Streitkräfte (technologisch, gesellschaftlich, ökonomisch und geostrategisch) und deren Einfluss auf die Akzeptanz und Legitimation des Militärs in westlichen Gesellschaften. Dies führt zur Frage der Rekrutierung und Alimentierung von Streitkräften und den gesellschaftlichen Bedürfnissen nach alternativen Modellen der zivil-gesellschaftlichen Beteiligung der Bevölkerung. Die Vorlesung wirft damit die drängende Frage nach demokratischer Kontrolle von gesellschaftlichen Bereichen auf, die sich aufgrund sozioökonomischer und technologischer Entwicklungen den hergebrachten Kontrollmechanismen westlicher Gesellschaften entziehen. Ebenfalls thematisiert die Veranstaltung den Aspekt der Diversität in den Streitkräften. Organisationssoziologisch interessiert, ob die Streitkräfte eine Organisation wie jede andere auch sind, oder aber ein Sonderfall. Weiter wird die Schweizer Milizarmee analysiert und die gesellschaftlichen Voraussetzungen der Milizfähigkeit und die Grenzen für die Schweizer Armee aufgezeigt.
Resources
Lecture Notes
Zur Vorlesung wird jeweils ein Foliensatz und vertiefende Literatur zur Verfügung gestellt. Zu den Texten gibt es verschiedene Fragen, die als Prüfungsvorbereitung dienen und teilweise auch in der Vorlesung besprochen werden.
Literature
Eine Auswahl von klassischen wie auch aktuellen Texten wird in der Vorlesung abgegeben.