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052-0902-00L

Baugeschichte II

Für Repetierende im Reglement 2017, die die Prüfung im Sommer 2025 oder Winter 2026 nicht bestanden haben.
VVZ CR n/a

Last Updated: 2026-07-21 00:35:09

Abstract

Baugeschichte von der Gotik bis 1914

Objective

Studierende kennen die Grundzüge der Baugeschichte 1130-1914

Content

Baugeschichte II behandelt: - Gotik - Renaissance - Barock und Klassizismus - Historismus und Stilpluralismus Wir behandeln den grossen technischen und architektonischen Umbruch zwischen 1130 und 1194, der zur Entstehung der "Gotik", des einzigen grossen Gegenentwurfes zur klassischen Architektur, geführt hat. Sodann betrachten wir die Ausbreitung der Gotik im 13. und 14., ausgehend von den grossen französischen Kathedralen, aber auch unter Berücksichtigung der umliegenden Länder und der "reduzierten Gotik" der Bettelorden und Stadtpfarrkirchen. Sodann wenden wir uns der nächsten grossen Aufbruchszeit zu, dem "langen 15. Jahrhundert" (etwa 1380-1520). Nördlich der Alpen entstand damals die spätgotische Architektur, eine ganz neue Umdeutung der gotischen Prinzipien, während sich in Italien die Frührenaissance etablierte. Beide sind durch intensiven Wissenstransfer und gemeinsame technische Innovationen verbunden. Die Renaissance konnte ab dem 16. Jahrhundert weite Teile Europas erobern, wenngleich die "Hochrenaissance" im engeren Sinne auf Italien beschränkt blieb und dort ihr Hauptwerk, den Kuppelbau des Petersdoms in Rom, hinterlassen hat. Ebenfalls von Rom ging die Barockarchitektur aus, die nur wenige technische Neuerungen, dafür aber eine Perfektion der Kuppelarchitektur mit sich brachte. Neben dem 17. Jahrhundert in Rom - der Hauptstadt des Barocks schlechthin - wird der Blick auch auf Frankreich und auf die Spätbarock- und Rokokoarchitektur in den deutschsprachigen Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz) gelenkt. Nach einer kurzen Studie der streng (neo-)klassisch ausgerichteten Architektur vor allem in Frankreich im späten 17. und im 18. Jahrhundert schliesst die Vorlesung mit der Architektur des 19. Jahrhunderts ab, die vor allem unter dem Vorzeichen der Ausbreitung der Baumaterialien Eisen und Beton betrachtet wird. Einen Meilenstein bezeichnet hier das Jahr 1850, in dem sowohl Henri Labroustes Bibliothèque Sainte-Geneviève in Paris als auch die Britannia Bridge zwischen dem englischen Festland und der Insel Anglesey fertig geworden sind.

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