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Abstract
Dieses Modul stellt die ganzheitliche Betrachtung von Patient:innen in den Fokus. Neben der Vermittlung von Basiskenntnissen in Psychosomatischer Medizin können die Studierenden ihre kommunikativen Fähigkeiten direkt im klinischen Umfeld trainieren. Professionelle Arzt-Patienten-Kommunikation ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche ärztliche Tätigkeit in jeder klinischen Disziplin.
Objective
Die Studierenden sollen… - Menschliche Gesundheit als biopsychosoziale Realität verstehen. - Zusammenspiel von Genetik, Lebensgeschichte und Umwelt verstehen. - Relevanz der biographischen Entwicklung und Bindungserfahrung verstehen. - Pathogenetische Mechanismen der psychosomatischen Medizin wiedergeben können. - psychosozialer Faktoren und Mechanismen, die zu Gesundheitsstörungen oder deren Chronifizierung führen können, wiedergeben können. - Die professionelle ärztliche Rolle reflektieren. - Die Erwartungen von Patient:inen reflektieren. - Eine strukturierte biopsychosoziale Anamnese erheben können. - Verschiedene verbale und non-verbale Techniken und Kommunikationsstile der biopsychosozialen Anamnese beschreiben und anwenden können. - Über subjektive Gegenübertragungsgefühle, welche während der Anamnese-Erhebung entstehen, berichten und diese diagnostisch verwenden. - Das subjektive Krankheitsmodell de:r Patient:in erheben und erläutern können. - Hinsichtlich der Bedeutung der nicht-technisierten Medizin sensibilisiert werden. - Verständnis für die zentrale Funktion der Ärzt:innen-Patient:innen-Beziehung und für psychosomatische Zusammenhänge in der Medizin erwerben.
Content
20-40% der Patient:innen in der Grundversorgung leiden an körperlichen Symptomen, die sich organmorphologisch nicht erklären lassen. Diese Symptome sind absolut real und lassen sich verstehen, wenn man das Individuum als Gesamtes begreift in seiner Subjektivität, seiner Stress-Reagibilität, Perzeptionsfähigkeit, Beziehungsgestaltung und lebensbiographischen Prägung. Neben dem Vermitteln von Basiskenntnissen in Psychosomatischer Medizin, zeichnet sich dieses Modul dadurch aus, dass in den Praktika am Nachmittag den Studierenden Gelegenheit geboten wird, ihre kommunikativen Fähigkeiten direkt im klinischen Umfeld zu trainieren.