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377-0417-00L

Reflektierende Kommunikation

VVZ CR n/a

Last Updated: 2026-07-21 00:35:32

Abstract

Aufbauend auf dem Modul «Ärztliche Anamnesetechnik» widmet sich dieses Modul der Kommunikation mit Patient:innen. Hierbei wird insbesondere auf das Beziehungserleben zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, sowie die biopsychosoziale Anamnese fokussiert. Das Modul ermöglicht den Studierenden ein Ausprobieren kommunikativer Prozesse und der Reflektion der Erfahrungen in der Studierendengruppe.

Objective

Einführung - Die Studierenden sollen entwicklungspsychologische und psychodynamische Grundlagen für die Ärzt:innen-Patient:innen Kommunikation darlegen können. - Die Studierenden sollen das Prinzip der reflektierenden Kommunikation beschreiben können. Übungen - Die Studierenden sollen eine strukturierte biopsychosoziale Anamnese erheben können. - Die Studierenden sollen über das Erleben der Kommunikation zwischen Ärzt:in und Patient:in reflektieren können und dies in ihre Beurteilung einfliessen lassen können. - Die Studierenden sollen verschiedene verbale und non-verbale Techniken und Kommunikationsstile der biopsychosozialen Anamnese beschreiben und anwenden können. - Die Studierenden sollen über subjektive Gegenübertragungsgefühle, welche während der Anameseerhebung entstehen, berichten und diese diagnostisch verwenden können. - Die Studierenden sollen das subjektive Krankheitsmodell de:r Patient:in erläutern können. - Die Studierenden sollen über die Bedeutung der nicht-technisierten Medizin sensibilisiert werden und hierüber berichten können. Hierzu gehört ein Verständnis für die zentrale Funktion der Ärzt:innen-Patient:innen-Beziehung und für psychosomatische Zusammenhänge in der Medizin.

Content

Das Modul wird mit einer interaktiven Vorlesung zur Einführung in die Kommunikation und einem “Kommunikationslabor” für das gesamte Semester eröffnet. In einem Input werden zunächst entwicklungspsychologische und psychodynamische Grundsätze der reflektierenden Kommunikation dargestellt. In einem zweiten Teil kann dann mit Hilfe einer Schauspielpatientin, welche sich auch für ein Feedback aus der gespielten Rolle zur Verügung stellen wird, in kurzen Sequenzen ausprobiert und diskutiert werden und die besondere Qualität und Wertigkeit von reflektierender Kommunikation als Diagnostikum erfahren werden. Im Folgenden werden die Studierenden dann an drei aufeinander-folgenden Vormittagen an der Klinik Barmelweid in gleichbleibender Zusammensetzung (Gruppen à 6-7 Personen) dabei unterstützt, über Kommunikationserfahrungen zu üben. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf das subjektive Erleben gelegt. Psychodynamische Modelle der Gegenübertragung werden erläutert und um diese so zu nutzen, um das «Selbst» der Patient:innen mitzufühlen und zu erfassen. Grundlage dieser Erfahrungen sind das Erlernen von verbalen und non-verbalen Techniken und Kommunikationsstilen zur Erhebung einer biopsychosozialen Anamnese. Diese wird an allen drei Kurstagen vermittelt und geübt. Hierzu stellen sich pro Kursvormittag in der Regel ein oder zwei Patient:innen, welche im Departement für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Klinik Barmelweid behandelt werden, zur Verfügung. Ziel des Kurses ist es auch, die Kleingruppe der Studierenden als «Resonanzraum» zu entwickeln. Ein weiteres zentrales Lernelement liegt in der Erfassung der in der Medizin ubiquitär vorkommenden Bedeutung der Ärzt:innen-Patient:innen Beziehung und dadurch der Sensibilisierung für den Stellenwert einer nicht nur technisierten Medizin. Auch sollen Grundlagen eines psychosomatischen Verständnisses erarbeitet werden, welche mit einer bio-medizinischen Perspektive zur Integration in eine ärztliche Identität führen soll.

General Information