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Abstract
Die Vertiefungsarbeit untersucht Aufstockung als Nachverdichtung anhand Zürcher Fallbeispiele aus Genossenschaften und Stiftungen. Nach einer Bestandsanalyse folgen zwei Entwurfsszenarien (bewohnt vs. Totalsanierung) und der Vergleich mit Ersatzneubau – basierend auf Energie-, Komfort- und CO₂-Indikatoren, Tragwerksmachbarkeit und sozioökonomischen Effekten.
Objective
Nach Abschluss der Vertiefungsarbeit werden Studierende in der Lage sein: · Bestände systematisch erfassen, auswerten und dokumentieren (Archivpläne, GIS/Daten, 3D/Axonometrie). · Tragwerksreserven, Lastpfade und vertikale Lastabträge plausibel bestimmen und für Geschosszahl sowie Materialwahl nutzbar machen. · Ein interdisziplinäres Indikatorenset (Fläche, Dichte, Lebensdauer, Energie, Treibhausgasemissionen, Solarenergie, Statik, Komfort) anwenden und interpretieren. · Zwei Entwurfsszenarien (Aufstockung im bewohnten Zustand vs. Aufstockung mit Totalsanierung) entwickeln und mit einem Ersatzneubau methodisch vergleichen. · Entwurfs- und Bewertungsentscheide architektonisch, technisch und sozioökonomisch fundiert begründen. · Ergebnisse adressatengerecht visualisieren (Pläne, Schnitte, Ansichten, Konstruktionsschnitt, Axonometrie, aussagekräftige Visualisierungen).
Content
Die Vertiefungsarbeit erfolgt in 3 Phasen, wobei nach jeder Phase eine Zwischenbesprechung oder Präsentation mit Diskussion erfolgt: Phase 1: Bestandsanalyse: Sichtung/Strukturierung von (Archiv-)Plänen und Daten; 3D-Bestand; Konstruktion/Materialien/U-Werte; Nutzung/Belegung; Solar/Mikroklima; Energie- und CO₂-Bilanz (Betrieb/Erstellung). Phase 2: Strukturelle Abklärung: Vertikale Lasten, Lastabtrag bis ins Tragwerk, Restkapazität/Puffer als Entscheidungsgrundlage für Machbarkeit und Materialwahl. Phase 3: Szenarien & Entwurf: Auf Basis der Ergebnisse aus Phase 1 (Bestand) und Phase 2 (Statik) werden zwei Entwürfe entwickelt: Szenario bewohnt (Provisorien, Bauablauf, Dämmstrategien) und Szenario Totalsanierung (unbewohnt). Die Entwurfsentscheidungen werden evidenzbasiert aus den Befunden der Phasen 1–2 abgeleitet und indikatorengestützt quantitativ bewertet (u. a. Fläche, Dichte, Lebensdauer, Energie, Treibhausgasemissionen, Solarenergie, Statik, Komfort). Dadurch werden die Trade-offs zwischen Komfort, architektonischer Qualität, Material- und Konstruktionswahl, raumplanerischen Rahmenbedingungen und CO₂-Emissionen transparent, vergleichbar und begründet. Der Ersatzneubau dient dabei als Vergleichsbasis. Abgaben: Pläne, Schnitte, Ansichten, Konstruktionsschnitt, Axonometrie sowie eine aussagekräftige Gesamtvisualisierung; vergleichende Diagramme/Tabellen zur quantitativen Auswertung und eine Begründung der priorisierten Zielkonflikte.