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Tacit Knowledge
Last Updated: 2026-02-05 14:54:44
Abstract
Everybody talks about the "Wissengesellschaft". But where is the link between knowldege, discourse, thinking and talking? According to Michel Polanyi there is an implicit knowledge - apart from explicit forms of knowing - "that is not to expressed in words". The seminar exploresPolanyi’s work with regard to the modern "Wissensgesellschaft".
Objective
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Diskussion um die "knowledgeable society" bzw. die Wissensgesellschaft intensiviert. Dabei wird Wissen wird hier als eine zentrale kulturelle Ressource zum Thema gemacht und nicht auf die Wissenschaft beschränkt, sondern in einem weiteren Sinne als Wissensdispositiv, als Wechselwirkung zwischen wissenschaftlichen und populären Wissensformen verstanden. Doch wie hängen Wissen, Diskurs, Denken und Sprechen zusammen? 1968 veröffentlichte Michael Polanyi zu dieser Frage die einflussreiche Studie "Tacit Dimension" (deutsch erschienen unter dem Titel "Implizites Wissen"). Polanyi weist darauf hin, dass es neben expliziten Formen des Wissens auch eine "unterschwellige Wahrnehmung" (subception) gibt, welche "die Struktur einer Geschicklichkeit" hat und die zu einem Wissen führt, "das sich nicht in Worte fassen lässt". Um die Bedeutung dieses "tacit knowledge" entbrannten seither wichtige erkenntnistheoretische und wissenschaftsgeschichtliche Kontroversen. Dabei wurde etwa das Argument, implizites Wissen sei keiner historischen oder wissenschaftstheoretischen Analyse zugänglich, vorgebracht. Oder es wurde die Marginalität dieser Formen des Wissens behauptet. Das Kolloquium befasst sich mit diesen und anderen Fragen und versucht Polanyi für eine Geschichte der modernen Wissensgesellschaft fruchtbar zu machen.
Content
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Diskussion um die "knowledgeable society" bzw. die Wissensgesellschaft intensiviert. Dabei wird Wissen wird hier als eine zentrale kulturelle Ressource zum Thema gemacht und nicht auf die Wissenschaft beschränkt, sondern in einem weiteren Sinne als Wissensdispositiv, als Wechselwirkung zwischen wissenschaftlichen und populären Wissensformen verstanden. Doch wie hängen Wissen, Diskurs, Denken und Sprechen zusammen? 1968 veröffentlichte Michael Polanyi zu dieser Frage die einflussreiche Studie "Tacit Dimension" (deutsch erschienen unter dem Titel "Implizites Wissen"). Polanyi weist darauf hin, dass es neben expliziten Formen des Wissens auch eine "unterschwellige Wahrnehmung" (subception) gibt, welche "die Struktur einer Geschicklichkeit" hat und die zu einem Wissen führt, "das sich nicht in Worte fassen lässt". Um die Bedeutung dieses "tacit knowledge" entbrannten seither wichtige erkenntnistheoretische und wissenschaftsgeschichtliche Kontroversen. Dabei wurde etwa das Argument, implizites Wissen sei keiner historischen oder wissenschaftstheoretischen Analyse zugänglich, vorgebracht. Oder es wurde die Marginalität dieser Formen des Wissens behauptet. Das Kolloquium befasst sich mit diesen und anderen Fragen und versucht Polanyi für eine Geschichte der modernen Wissensgesellschaft fruchtbar zu machen.
Resources
Literature
Pflichtlektüre: Michael Polanyi, The Tacit Dimension, London 1968 [deutsch: Implizites Wissen, Frankfurt a.M. 1985 (Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 543)]; Stefania Ruzsits Jha, Reconsiderung Michael Polanyi's Philosophy, Pittsburgh 2002 (Chap. 3: Polanyi's Intellectual Biography, S. 3-51); Michael Hagner (Hg.): Ansichten der Wissenschaftsgeschichte, Frankfurt a. M. 2001 (Einleitung S. 7-39).
General Information
- Language
- German
Examination
- Type
- ungraded semester performance
Course Components
| Type | Title | Time & Place | Hours |
|---|---|---|---|
| colloquium | Tacit Knowledge |
|
2 h weekly |