VVZ API is not affiliated with ETH Zurich. Data might be outdated or incorrect. Please view the official ETHZ Vorlesungsverzeichnis for binding information.
Vertiefungsmodul Systems Engineering
Last Updated: 2026-02-05 14:54:38
Abstract
Intuition und Erfahrung allein reichen nicht aus, um anspruchsvolle, interdisziplinäre Problemstellungen im Technikbereich erfolgreich zu bearbeiten und optimale, vor allem auch im Hinblick auf ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die Vorlesung stellt eine entsprechende Allgemeine Methodik vor.
Objective
Der Kurs "Systems Engineering" (SE) hat zum Ziel, komplexe Sachverhalte mit dem Konzept des "Systemdenkens" (System Dynamics, Systems Thinking) zu erfassen und darzustellen, das "Lebensphasenmodell" und den "Problemlösungszyklus" als eigentliche Kernelemente des SE in der eigenen Arbeit anzuwenden, wichtige Methoden, die im Rahmen des Problemlösungszyklus zur Anwendung kommen können, zu verstehen und korrekt anzuwenden sowie konkrete Anwendungsbeispiele zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.
Content
Beim methodischen Problemlösen geht es zunächst darum, aus ganz verschiedenen Blickwinkeln ein ganzheitliches Bild der Problemsituation zu gewinnen. Dann erst kann die nun festgelegte Ausgangslage in einen optimalen SOLL-Zustand überführt werden. Der Problemlöseprozess, d.h. die Analyse und Abbildung von realen Welten, die Erfassung und Modellierung komplexer Zielvorstellungen, die umsichtige Entwicklung alternativer Lösungskonzepte sowie die Evaluation und multidimensionale Bewertung von Konzepten soll methodisch unterstützt werden. Systems Engineering postuliert eine Reihe von Prinzipien, die bei der Systemgestaltung zu beachten sind): Die erfolgreiche Anwendung von Systems Engineering hängt von bestimmten Voraussetzungen ab. Im Einzelnen ist dies die Fokussierung auf spezifische Anwendungsfelder, die institutionelle Einbettung der SE-Funktion, Methoden des Systemdenkens sowie ein Set von Problemlöseheuristiken. Systems Engineering stützt sich auf zwei methodische Grundkonzeptionen ab: Lebensphasenmodell (LPM): Das Lebensphasenmodell ist ein Grobraster, der den Zweck und die spezifischen Inhalte der einzelnen Lebensphasen von Systemen umschreibt. Problemlösungszyklus (PLZ): Der Problemlösungszyklus beinhaltet mehrere Arbeitsschritte, die notwendig sind, um innerhalb eines beliebigen Fragekomplexes zielgerichtet vom Anstoss zur Lösung zu gelangen. Zentral im Rahmen des Systems Engineering ist das gezielte Zusammenspiel von Lebensphasenmodell und Problemlösungszyklus. Im Weiteren umfasst SE ein Fach übergreifend anwendbares Arsenal von (qualitativen und quantitativen) Methoden zur konkreten Problembearbeitung. Inhalt: In der Vorlseung wird die Methodik Systems Engineering beschrieben. Im Zentrum stehen die wichtigsten methodischen Grundkonzeptionen, die in einem anspruchsvollen Systemgestaltungsprozess zu beachten sind, sowie deren zweckmässige und korrekte Anwendung. Die Ausführungen gliedern sich dabei in zwei Teile: 1. Teil - Systems Engineering im Überblick: Im 1. Teil wird die Methodik Systems Engineering als Ganzes behandelt. Zentral ist hier die Beschreibung der beiden Grundkonzeptionen Lebensphasenmodell und Problemlösungszyklus sowie deren gezieltes Zusammenspiel. Zudem wird aufgezeigt, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche SE-Anwendung notwendig sind und wie Methoden des Managements und des Engineerings in der konkreten Problembearbeitung zur Anwendung kommen. 2. Teil: Problemlösungszyklus: Eine wichtige Grundkonzeption von Systems Engineering ist der Problemlösungszyklus. Im 2. Teil wird deshalb der Problemlösungszyklus im Detail beschrieben. Die Ausführungen fokussieren sich auf die Planungsschritte Situationsanalyse, Zielformulierung, Konzeptsynthese und –analyse, Bewertung und Entscheidung.
Resources
Lecture Notes
Züst, R.: " Einstieg ins Systems Engineering - Optimale, nachhaltige Lösungen entwickeln und umsetzen“, 3. Auflage, vollständig neu bearbeitet, Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 2004Züst, R.: "Systems Engineering - Kurz und bündig", 2. Auflage, Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 1999Züst, R., Troxler, P. (Hrsg.): "Das SE-Case-Book - Neun Systems Engineering-Anwendungen", Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 2002
Literature
Züst, R.: " Einstieg ins Systems Engineering - Optimale, nachhaltige Lösungen entwickeln und umsetzen“, 3. Auflage, vollständig neu bearbeitet, Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 2004 Züst, R.: "Systems Engineering - Kurz und bündig", 2. Auflage, Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 1999 Züst, R., Troxler, P. (Hrsg.): "Das SE-Case-Book - Neun Systems Engineering-Anwendungen", Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 2002 Gomez P., Probst G.: Die Praxis des ganzheitlichen Problemlösens. Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1995. Haberfellner R. et al.: Systems Engineering. Daenzer, W. et al. (Hrsg.). 11. Auflage, Verlag Industrielle Organisation, Zürich, 2002. Checkland P.: System Thinking, Systems Practice. Wiley, Chichester, 1995. de Bono E.: Laterales Denken. ECON Taschenbuchverlag, Düsseldorf, 1992. Dörner D.: Die Logik des Misslingens. Rowohlt, Reinbeck bei Hamburg, 1994. Ropohl G.: Ethik und Technikbewertung. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1996. Senge P.M.: The Fifth Discipline. The art and practice of learning organization. Doubleday/Currency, New York, 1990. Senge P.M. et al.: Das Fieldbook zur „Fünften Disziplin“. Klett-Cotta, Stuttgart, 1996. Vester F.: Unsere Welt – ein vernetztes System. Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1991. Von der Weth R.: Management der Komplexität. Ressourcenorientiertes Handeln in der Praxis, Verlag Hans Huber, Bern, 2001. INCOSE: Systems Engineering Handbook, INCOSE ( www.incose.org ) 1998
General Information
- Language
- German
Examination
- Type
- session examination
- Mode
- oral 30 minutes
Course Components
| Type | Title | Time & Place | Hours |
|---|---|---|---|
| lecture with exercise | Vertiefungsmodul Systems Engineering | No time listed | 32 h semesterly |