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Utopie - Herausforderung der Gegenwart. Vorlesung, Texte, Diskussionen
Last Updated: 2026-02-05 14:56:34
Content
Utopisches Denken gibt es viel länger als den in der Renaissance (1516) geprägten Ausdruck 'Utopie'. Aus dem Unbehagen an konkreten gesellschaftlich-kulturellen Zuständen geboren, ist es vom Vertrauen auf mögliche Besserung getragen: auf Freiheit, Gerechtigkeit und Glück zugleich gerichtet. In der methodischen Kritik des Bestehenden (auch als sog. negative Utopie) sowie im Entwurf neuer Ziele und gangbarer Wege gelangt es zur Reife. Im utopischen Ausgriff manifestiert sich der Menschen Kraft zur Transzendenz ebenso wie die Gefahr ihrer tödlichen Verengung. Utopie analysiert, konstruktiv, den Mangel an Humanität in der Gegenwart (nicht bloss in philosophischer, auch etwa in literarischer oder künstlerischer Form); sie belehrt uns über gängige (zumeist dominierende oder zur Herrschaft drängende) Welt- und Selbstverständnisse. Utopien können aber auch der Verfestigung von Macht dienen, ja der "Abschaffung des Menschen" (W. Solowjew). In ihrer Ambivalenz bedürfen sie eindringlicher Meta- bzw. Gegen-Kritik. Die Veranstaltung befasst sich mit ausgewählten Beispielen utopischen Denkens. Sozialutopien aus Geschichte und Gegenwart stehen im Vordergrund; spezifische Utopien der zeitgenössischen wissenschaftlich-technischen Zivilisation werden aufgegriffen.
Resources
Lecture Notes
Keines. Im Verlauf der Veranstaltung werden Folien, Texte, Schemata, Übersichten abgegeben.
Literature
Zur ersten Orientierung empfiehlt sich der Blick in Lexika und Handbücher, wo andere wichtige Literatur verzeichnet steht, z. B. Friedrich Kambartel, Utopie, in: Enzyklopädie Philosophie und Wisenschaftstheorie, Bd. 4. Stuttgart/Weimar 1996. - Annemarie Pieper, Utopie, in: Staatslexikon. Recht, Wirtschaft, Gesellschaft, Bd. 5. Freiburg/Basel/Wien 1989 (7. Aufl.). - Ulrich Hommes, Utopie, in: Handbuch philosophischer Grundbegriffe, Studienausgabe Bd. 6. München 1974. - Sammelwerke: Richard Saage (Hg.), Hat die politische Utopie eine Zukunft? Darmstadt 1992. - Wilhelm Vosskamp (Hg.), Utopieforschung, Bde 1-3. Frankfurt am Main 1985. - Hans-Jürgen Braun (Hg.), Utopien - Die Möglichkeit des Unmöglichen. Zürich 1987. - Arnhelm Neusüss (Hg.), Utopie. Begriff und Phänomen des Utopischen. Neuwied und Berlin 1972 (2. Aufl.). - Übersichten: Richard Saage: Utopieforschung. Eine Bilanz. Darmstadt 1997. - Lewis Mumford, The Story of Utopias. New York 1972 (8th printing).
General Information
- Language
- German
- Frequency
- Yearly recurring
Examination
- Type
- graded semester performance
Course Components
| Type | Title | Time & Place | Hours |
|---|---|---|---|
| lecture | Utopie - Herausforderung der Gegenwart. Vorlesung, Texte, Diskussionen |
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2 h weekly |
Offered In
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Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften (Die Sprachkurse sind nicht mehr im Angebot des D-GESS, sondern im Angebot des Sprachenzentrums der Universität und der ETH Zürich enthalten. Adresse: Predigergasse 9, 8001 Zürich, Tel. 01 632 2958, Fax 01 632 1221 Mail: )
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